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Studie TRANS-OP Modellierung von Gesundungsverläufen |
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Voraussetzungen für ein Ergebnismonitoring sind ein Inventar zur Erfassung ergebnisrelevanter Merkmale, standardisierte Bewertungsregeln, eine Interpretationsheuristik sowie Kommunikationsmittel. Das "Stuttgart-Heidelberger Modell" zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie bietet gut erprobte Lösungen für die ersten beiden Komponenten. Die Studie zu "Transparenz und Ergebnisorientierung" schafft die empirische Basis für die Entwicklung einer Interpretationsheuristik. Der derzeitige Stand der Studie erlaubt einen Einstieg in die Analyse der Anfangsphase der Behandlung (6-12 Monate). Für die psychische Gesamtbelastung, gemessen mit dem EB-45, ergeben sich Quoten reliabler Verbesserungen von 21,0% (4 Wochen), 25,7% (8 Wochen), 33,5% (16 Wochen), 42,4% (26 Wochen) und 53,3% (52 Wochen). Ähnlich ist das Bild für die funktionellen körperlichen Beschwerden, gemessen mit dem Gießener Beschwerdebogen: 39,0% (4 Wochen), 38,3% (8 Wochen), 43,9% (16 Wochen), 40,0% (26 Wochen) und 41,0% (52 Wochen). Die Geschwindigkeit der Veränderungen scheint am Anfang der Behandlung relativ groß zu sein, dann abzunehmen und auf einem Plateau zu münden. Dies spricht dafür, ein logarithmisches Grundmodell für die Modellierung des Gesundungsverlaufes mit Methoden der Hierarchisch Linearen Modellierung zu wählen. Eine probehalber durchgeführte Schätzung führt zu einer akzeptablen Datenanpassung, wobei die Ausgangsbelastung des Patienten die Geschwindigkeit der Veränderung zu beeinflussen scheint. Die Diskussion von klinischen Fallbeispielen anläßlich der Studienforen in Stuttgart und Köln stützen die Erwartung, daß solche Verlaufsmodelle eine nützliche Information für die adaptive Therapie- und Versorgungsplanung darstellen können. Allerdings sind dazu differenzierte, stärker auf die individuellen Besonderheiten der Patienten abgestimmte Modelle nötig, die derzeit erstellt werden. |
© Forschungsstelle für Psychotherapie, 2002; Impressum Druckversion