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Tätigkeitsbericht 2001


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Europäischer Forschungsverbund COST Action B6: Effectiveness and Efficiency of Psychotherapeutic Treatment of Eating Disorders

Management & Planung: Evaluation
H. Kordy, M. Richard

Mit einem internationalen Kongress "The European perspective on eating disorders: aetiology, epidemiology, treatment effectiveness" (Rom, 15.-16. Februar) endete der europäische Forschungsverbund COST Action B6, der seit 1994 von der Europäischen Union im Rahmen des COST-Programmes gefördert wurde. Arbeitsgruppen aus 19 europäischen Ländern hatten über gut sechs Jahre gemeinsam die Effektivität von Psychotherapie bei Essstörungen untersucht.
Die Auswertung der Daten wurde den Vertretern der FS übertragen. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen. Für die Untersuchung der Effektivität der psychotherapeutischen Behandlung konnten Daten von 2.082 Patientinnen aus 12 Ländern genutzt werden. Die durchschnittlichen Erfolgsquoten lagen bei 30 % für Anorexia nervosa (AN), 33 % für Bulimia nervosa (BN) und 24 % für die Gruppe der sogenannten EDNOS (Eating Disorder Not Otherwise Specified). Die Erfolgsquoten streuten erheblich zwischen den Zentren der beteiligten Länder: z.B. für AN von 18 % in GB über 21 % in D und 31 % in der CZ bis zu 60 % in den NL bzw. für BN von 23 % in GB über 32 % in D und 32 % in der CZ bis zu 58 % in den NL. Ähnliche Streuungen zeigten sich auch bei der 1-Jahres-Nachuntersuchung. Die Suche nach Prädiktoren ergab neben einigen anderen Befunden zum Krankheitsstatus bei Behandlungsbeginn - interessante länderspezifische (Interaktions-) Effekte für die Behandlungsdauer (BN) bzw. für Untergewicht und Behandlungsdauer (AN).
Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen, die in weiteren Analysen insbesondere zur post-stationären Entwicklung vertieft werden, hat die Zusammenarbeit in COST B6 zur Bildung von Netzwerken geführt, die länderübergreifend Fragestellung der Ätiologie, Epidemiologie und Versorgung aufgreifen (z. B. "The use of new technologies for the optimisation of care provision for eating disorders", "Healthy Eating: Biological and psychosocial factors of eating disorders" und "Epidemiology of eating disorders").








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Entwicklung einer Version von AKQUASI für die Behandlung von schizophrenen Patienten

Management & Planung: Evaluation
S. Bauer, A. Herrmann, L. Arikan, H. Kordy

Im Rahmen des Projektes "Mise au point et implantation d'un logiciel de suivi ambulatoire pour patients schizophrènes et délirants chroniques - étude prospective d'utilité sur douze mois" koordiniert von J. Pellet und F. Lang (Univ. St. Etienne, F), hat die FS die Aufgabe übernommen, eine AKQUASI-Version zur Dokumentation des Krankheitsverlaufes von schizophrenen Patienten zu entwickeln. Das Projekt, an dem acht psychiatrische Zentren im Süden Frankreichs beteiligt sind, untersucht versorgungsepidemiologische Aspekte (welche Behandlungsmassnahmen werden von schizophrenen Patienten in welchem Umfang in Anspruch genommen?) und zielt gleichzeitig auf die longitudinale Beobachtung der schizophrenen Symptomatik. Die Patienten werden über einen Zeitraum von zwei Jahren monatlich mit einem Kurzbeurteilungsbogen und halbjährlich mit einem umfangreichen Inventar befragt.
Dieses Konzept verlangte umfangreiche Änderungen der in AKQUASI zu realisierenden Instrumente und des Algorithmus für die Bewertung des Krankheitsverlaufs. Während eines mehrtägigen Besuches der französischen Arbeitsgruppe an der FS wurde der technische und informatorische Rahmen geklärt. Das Projektmanagement ist am Hôpital Bellevue in St. Etienne lokalisiert. Dort konnten bei einem Gegenbesuch grundlegende Aufgaben besprochen und technische Details geklärt werden.
Die (restliche) Programmierung der Bewertungsregeln und damit die Fertigstellung des Programms wird voraussichtlich im Januar 2002 abgeschlossen sein. Vor Ort in St. Etienne wird derzeit an einer Scannervorlage der Fragebögen gearbeitet, um elektronischen Import der Daten in AKQUASI zu ermöglichen. Das dazu benötigte Interface wird die FS erstellen.
Die Realisation einer französischen AKQUASI-Version wurde dadurch erleichtert, dass das Programm von Beginn an mehrsprachig ausgelegt wurde. In der französischen Version erscheinen daher alle Menüs, Fragebogenmasken, Bewertungen und Fehlermeldungen in französischer Sprache. Die FS wird in die weitere Kooperation neben ihrer Erfahrung mit der Organisation und Logistik von Qualitätsmanagement ihre Erfahrung in der Modellierung von Krankheits- und Gesundungsverläufen einbringen.









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Outcome monitoring in psychotherapy: tools, techniques, strategies. Eine deutsch-amerikanische Forschungskooperation

Methodik & Technik: Evaluation
H. Kordy, S. Bauer, R. Percevic, B. Puschner

Das Kooperationsprojekt zwischen der FS und der Arbeitsgruppe von Prof. M. Lambert (Brigham Young University, Utah) ging ins dritte Jahr (seit 1999 vom Deutsch-Amerikanischen Akademischen Konzil gefördert). Im Mittelpunkt des Austausches standen in diesem Jahr Fragen nach dem Nutzen von Qualitätssicherung und Ergebnismonitoring und nach Techniken und Verfahren zur Optimierung der Nutzung.
Dabei geht es um vier Stufen: (1) die Erfassung der Gesundung im Therapie-Verlauf, (2) die Entwicklung einer Interpretationsheuristik bzw. eines Modells des Gesundungsverlaufes, (3) die Vermittlung der Information an die Entscheidungsträger, d. h. Therapeut und Patient, (4) die Evaluation dieses Prozesses und seine Optimierung.
Die Stuttgarter Gruppe profitierte dabei von den Erfahrungen der Arbeitsgruppe der BYU bei der Untersuchung von Effekten der Informationsrückmeldung auf die Therapiedauer und das Ergebnis. Diese Studien zeigen, dass in der Situation dort (z. B. studentische Klientel, kurze Behandlungsdauern) die Rückmeldung von verzögerter oder ausbleibender Verbesserung oder gar Verschlechterung (Non-Response) während der Behandlung sowohl zu - leicht - besseren Ergebnissen führte als auch zur Anpassung der Behandlungsdauer, und zwar waren die Behandlungen bei Information über "Non-Response" länger, bei "Response" kürzer als ohne Information. Umgekehrt sind die technologischen (AKQUASI) bzw. psychometrischen Entwicklungen (z. B. adaptives Testen) sowie die statistische Modellierung ("adaptive Indikation"), die an der FS durchgeführt werden, von besonderem Interesse für die amerikanischen Kollegen.
Da die Förderung durch das DAAK zum Frühjahr 2002 ausläuft, haben die Partner zum Abschluss ein Experten-Kolloquium "Quality Management and Outcome Monitoring: Concepts, Tools and Procedures for the Optimization of Psychotherapy Provision" vorbereitet, zu dem im März 2002 ca. 50 Kollegen und Kolleginnen aus dem In- und Ausland in Stuttgart erwartet werden.









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© Forschungsstelle für Psychotherapie, 2000-2002; Impressum
letzte Aktualisierung: Januar 2002