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Tätigkeitsbericht 2001 Übersicht / Einleitung |
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Dieser Jahresbericht dokumentiert, dass der Forschungsstelle (FS) auch 2001 wieder eine gute Mischung gelungen ist: Laufende Projekte wurden erfolgreich fortgesetzt oder zu Ende geführt, neue Forschungsfelder wurden eröffnet. Mit dem Abschluss des europäischen Forschungsverbundes zur Effektivität der psychotherapeutischen Behandlung von Essstörungen setzte die FS noch einmal einen Akzent in diesem Forschungsfeld, das über 10 Jahre das Forschungsprogramm der FS bestimmt hatte. Nach erfolgreicher Implementierung des Stuttgart-Heidelberg-Modells der Qualitätssicherung in die Praxis rückt nun seine Evaluation in den Vordergrund. Parallel dazu werden die psychometrischen und technologischen Werkzeuge weiterentwickelt. Der positive Verlauf der Studie "Mit Transparenz und Ergebnisorientierung zur Optimierung der psychotherapeutischen Versorgung" stärkt die empirische Basis für die Entwicklung eines Ergebnismonitorings für die ambulante Psychotherapie. Skepsis und Vorsicht von Seiten mancher Psychotherapeuten werden mehr und mehr von Neugier und Interesse abgelöst, was die Hoffnung begründet, dass diese Variante des Stuttgart-Heidelberg-Modells für die ambulante Psychotherapie letztlich positiv aufgenommen werden wird. Großes Interesse erhielt die Befragung von Bahnpendlern zu ihrer Gesundheit, die auf den Bahnhöfen in Stuttgart und Ulm durchgeführt wurde. 637 Personen nutzten die Gelegenheit, ihre Gesundheit einschätzen zu lassen und ihre Wünsche für eine Gesundheitsversorgung zu dokumentieren, die auch unter den schwierigen Alltagsbedingungen eines Pendlers eine gute Versorgung sichert. Gut vorangekommen sind die Studien zur postpartalen Depression. Die Screening-Untersuchung, in der 772 Frauen erfasst wurden, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Einige vertiefende Untersuchungen zur Bedeutung von Bindung und sozialer Unterstützung wurden in Gang gebracht. Schließlich wurde mit dem Projekt "Internet-Brücke" Neuland betreten. Dabei wird ein modernes Medium zur Verbesserung eines alten Problems der Gesundheitsversorgung in Deutschland genutzt, indem via Internet eine Brücke zwischen stationärer und ambulanter Versorgung eingerichtet wird. Die erzielten Ergebnisse stärken das Selbstvertrauen, die neuen Projekte wecken die Neugier. Insofern schauen die Mitarbeiter der FS mit Spannung und Zuversicht auf die Herausforderungen des kommenden Jahres. |
© Forschungsstelle für Psychotherapie, 2000-2002; Impressum
letzte Aktualisierung: Januar 2002