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Das Stuttgart Kolleg

Management & Planung: Public Activity
H. Kordy, H. Kächele, S. Bauer, V. Golkaramnay, R. Percevic, B. Puschner, M. Richard

Das Stuttgart Kolleg wurde im Berichtsjahr mit einem Workshop zur Qualitätssicherung fortgeführt: Aus Anlaß des Besuches von Michael Lambert und Nathan Hansen (Brigham Young University, Provo, Utah) hatte die Forschungsstelle einen kleinen Kreis von Experten zu einem Austausch über aktuelle Entwicklungen im Ergebnismonitoring eingeladen. Die Kollegen von der BYU, mit denen die FS seit einigen Jahren eine enge Kooperation pflegt, erfassen den Verlauf der psychischen Beeinträchtigung kontinuierlich mit dem Ergebnisbogen für Psychotherapie (EB-45). In mehreren Forschungsprojekten haben sie erprobt, wie welche Informationen über die beobachteten Veränderungen im EB-45 zu welchem Zeitpunkt rückgemeldet werden können, so daß die Botschaft die Behandler auch erreicht. Die Arbeitsgruppe "Qualitätssicherung" der FS arbeitet an ähnlichen Modulen für das hier entwickelte Stuttgart-Heidelberger Modell.
Das Programm begann mit einem Überblick über praktisch-technische Lösungen der Datenerhebung, -speicherung und -organisation, die für eine zeitnahe Rückmeldung vorausgesetzt werden müssen. Darauf folgte ein Bericht der amerikanischen Kollegen zu ihren laufenden Studien zum Ergebnismonitoring und Informationsfeedback, an den sich der Bericht über die Entwicklungen an der FS zum Thema anschloß. Abschließend wurde mit den anwesenden europäischen Kollegen aus Frankreich, der Schweiz und Portugal sondiert, wie eine koordinierte Erprobung solch technisch aufwendiger Entwicklungen auf europäischer Ebene in Gang gebracht werden kann.









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Das Studienforum "Transparenz und Ergebnisorientierung ambulanter Psychotherapie"

Management & Planung: Public Activity
H. Kordy, B. Puschner, S. Bauer

Die FS hatte während der Durchführung der multizentrischen Studie MZ-ESS sehr positive Erfahrungen mit dem Studienforum "Eßstörung" gesammelt. Das Forum brachte Wissenschaftler und Therapeuten zusammen, die in der Studie arbeiteten oder an ihren Ergebnissen interessiert waren. Dies erwies sich als Vorteil für die Studie und den Transfer der erarbeiteten Ergebnisse. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen werden Studienforen auch für die Studie "Transparenz und Ergebnisorientierung ambulanter Psychotherapie" geplant, um die weit mehr als hundert niedergelassenen Psychotherapeuten, die in der Studie mitarbeiten, über die Studie und ihre Ergebnisse zu informieren.
Die Studiengruppe hatte daher im September und Oktober die an der Studie teilnehmenden Psychotherapeuten und an den Studienergebnissen und ihrer Nutzung interessierten Kollegen sowie Experten von Krankenversicherungen eingeladen. Um die Anfahrten kurz zu halten, wurden parallele Veranstaltungen in Stuttgart (gut 40 Teilnehmer) und Köln (gut 80 Teilnehmer) durchgeführt. Nicht wenige der Teilnehmer kamen mit erheblichen Bedenken gegenüber der Studie und ihrer Zielsetzung, nämlich der Herstellung von Transparenz über ambulante Psychotherapie und ihre Ergebnisse. Die Herstellung von Transparenz über die Studie und ihre (Zwischen-)Ergebnisse standen daher im Mittelpunkt der beiden Foren. Besonderes Interesse fand die Illustration der beabsichtigten späteren Nutzung der Studienergebnisse in einem Ergebnismonitoring. Dazu hatten sich fünf an der Studie teilnehmende Psychotherapeuten bereit erklärt. Die Offenheit, mit der sie die standardisierte Ergebnisevaluation der Behandlungen aufnahmen und mit ihrer klinischen Sicht in Beziehung setzten, trug entscheidend dazu bei, daß sich die Bedenken gegenüber der Studie schnell in eine kritische Neugier wandelten. Die positive Resonanz ermutigt, den Wissenstransfer über solche Studienforen weiter zu betreiben.









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IV. Seminar an der Faculdade Medicina de Paulista, Sao Paulo

H. Kächele

Erneut wurde ein einwöchiges Seminar zur Psychotherapieforschung an der Abteilung für Psychiatrie der renommierten Faculdade Medicina de Paulista, Sao Paulo durchgeführt. Mit Prof. Mari wurde wieder Übereinstimmung erzielt, daß bislang das Gebiet der Psychotherapieforschung an den beiden führenden psychiatrischen universitären Einrichtungen in Sao Paulo (und noch viel mehr an den anderen brasilianischen Departments für Psychiatrie) wenig entwickelt ist – im Gegensatz zu den Arbeitsgebieten der Neurosciences – und daß somit ein enormer Bedarf an Austausch besteht.








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© Forschungsstelle für Psychotherapie, 2000-2002; Impressum
letzte Aktualisierung: Januar 2002